Liebe Gertie und Mitglieder
des E23-Club´s,
die Geschichte von unserem Auto ist eigentlich schnell erzählt.Begonnen
hat alles letztes Jahr mit dem Kauf eines 728 i Bj.85 .Der Wagen war ohne
Kat und die Vorbesitzerin war es leid, so viel Steuern zu zahlen.Mein
Sohn und ich kauften ihn für 200€, da wir alle Schein-werfer
und etliche E-Schalter für unseren 735 i Kat. brauchen konnten. Wir
tauschten alle schlechten Teile aus. Als der 728ér ziemlich zerrissen
auf unserem Hof stand, kam uns die aussergewöhnliche Idee: aus 2
mach 1 . Und so begannen wir mit dem Bau. Die Tanks,Auspuff und Kabelstränge
wurden ausgebaut. |
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| Den 728ér trennten wir nach tagelangen Vermessungen(unterm
Auto und oben) ab der C-Säule ab. An die Abschleppöse montierten
wir ein altes Anhängerstützrad, um das abgeschnittene Heck
einigermassen bewegen zu können.Anders bei meinem 735ér.Ich
hab Ihn schon 17 Jahre und er hat mich und meine Familie noch nie im
Stich gelassen. Einfach abschneiden?Mein Herz sagt nein, mein Sohn sagt
ja. Nach tagelangen Zögern(und vorgespielten Überlegungen
meinerseits)kam die Flex zum Einsatz und wir trennten Ihn nach dem Radkasten
ab.Der Schnitt war natürlich nicht einfach gerade, sondern wir
mussten so abschneiden,das es mit dem anderen Heck weitgehends zusammenpasste(Rahmen
und Blechkleid).Und es passte alles.Die Schweissarbeiten waren eigentlich
schnell erledigt und wir konnten Ihn zum ersten Mal von unserer Auffahrrampe
runterfahren. Im Kofferraum schweissten wir noch einen Doppelrahmen
aus Vierkantrohren auf die Orginalrahmen drauf.Der ganze Bau erfolgte
natürlich mit Hilfe eines Laser´s, um immer in der Richtung
zu bleiben. Schwierig waren die Blecharbeiten. Um die Karosserieverjüngungen
auszugleichen, schnitten wir uns vom 728ér Teile von den Kotflügeln
vorne aus und schweissten sie auf die Übergänge drauf und
hatten somit die Längskante wieder mit dabei. Die Oberkante der
neuen Pickupwanne besteht aus den oberen Teilen der
vorderen Kotflügeln(links vorne ist rechts hinten und umgekehrt).
Im April nahm uns der TÜV den Rahmen und die zusätzliche Achsaufhängung
ab und wir konnten fertig bauen. Kabelbäume,Auspuff und Benzinleitungen
verlängern war einfach, denn wir konnten sämtliche Teile aus
beiden Auto´s verwenden.Für die Bremsleitungen mußten
wir uns in Umkosten stürzen: 10,50 € für die beiden T-Stücke,
denn die mussten logischerweise absolut perfekt sein. Dann noch viel
Spachtel-und Schleifarbeiten,um die Übergänge zu egalisieren.Der
215 cm lange Kofferraum wurde noch mit einem Stahlgitter zwischen dem
Doppelrahmen verstärkt,um auch noch einen nhänger ziehen zu
dürfen(war eine Anregung des TÜV-Ing. bei der Rahmenabnahme).
Die Lackierarbeiten waren dann auch schnell erledigt und wir konnten
das Auto zusammen bauen.Bei meinem Reifenhändler bestellten wir
uns 6 Alu´s mit 235/45 R 17 97W .Wir probierten vorher mit den
Reifen unseres 530d und die paßten und wurden abgenommen. Am 29.9.
war es dann soweit.Der TÜV gab uns den Segen für die Strasse.
Ich will noch hinzufügen, da ich Mitglied bei der DEKRA bin, schaute
alle paar Wochen ein Ingenieur vorbei und sagte zu den gemachten Arbeiten
ja oder nein. War eine große Hilfe. Ach ja die Kosten. Das teuerste
waren die Reifen mit 1145 €.Der Lack kostete 196 €,das Aluriffelblech
143 €(übrigens von BMW Individual über einen reund),Spachtelmasse
und Schleifpapier für rund 120 € und die besagten T-Stücke
für die Bremsleitungen.TÜV-Abnahme mit AU 214 €. Alles
andere konnten wir aus den beiden Auto´s verwenden.Jetzt freuen
wir uns natürlich tierisch, das alles geklappt hat.Mein Sohn hat
letztes Jahr bei unserem BMW-Händler eine Lehre begonnen und für
den ist das alles mega-cool.
Die Typbezeichnung stammt von unseren Namen: Erhard u. Michael Lorber
und der typischen Lkwbezeichnung für die Anzahl der Räder
und der Antriebsräder, EML 6x2 .
Ich hoffe,Ihr habt Spaß an unserer Geschichte.
Viele Grüße Erhard. |